Ihr Kind hat Probleme in der Schule?

Sie üben mit ihrem Kind und haben das Gefühl, dass dieses Üben zu keinem Erfolg führt, sondern nur zu Frust auf allen Seiten?

Ihr Kind stellt sich aber ansonsten nicht anders an als seine Freunde auch. Vielleicht hat ihr Kind ja eine Teilleistungsstörung und somit Probleme beim Schreiben, Lesen oder Rechnen. Die Ursachen hierfür können sehr unterschiedlich sein, aber sie liegen nicht an mangelnder Übung.

Die Meinung, dass ein Mensch, der gut Schreiben, Lesen und Rechnen kann intelligent ist, hat in unserer Gesellschaft leider eine starke Verbreitung. Jedoch muss unbedingt darauf hinweisen werden, dass Probleme beim Erlernen des Schreibens, Lesens und/oder Rechnens absolut nichts mit der Intelligenz des Betroffenen  zu tun haben, sondern lediglich mit seinen anders ausgeprägten Sinneswahrnehmungen.

Die betroffenen Kinder leiden oft sehr unter ihren Teilleistungsstörungen, da sie sich in der Schule vergebens anstrengen, aber trotzdem keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Die Kinder entwickeln daraufhin häufig Selbstwertprobleme und halten sich für „dumm. Ohne therapeutische Behandlung und Unterstützung des betroffenen Kindes besteht die Gefahr, dass das Kind aufgibt, gar keine Lust mehr auf die Schule hat oder durch Unfug und Kaspereien im Unterricht seine Schwierigkeiten zu überdecken versucht.

Was ist Legasthenie? Was ist Dyskalkulie?

Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche / LRS) ist eine Teilleistungsstörung bei Kindern, durch die sich beim Erlernen des Schreibens und Lesens Probleme ergeben, welche durch differente Sinneswahrnehmungen hervorgerufen werden. Daraus folgt eine zeitweise Unaufmerksamkeit beim Schreiben, Lesen (Legasthenie) und/oder Rechnen (Dyskalkulie),  die wiederum zu weiteren Wahrnehmungsfehlern führt. Neuere Forschungen weisen darauf hin, dass eine Legasthenie zu einem großen Teil biogenetisch bedingt ist. Bisher wurden sechs Regionen auf den Chromosomen 1, 2, 3, 6, 15 und 18 identifiziert, die die Lese- und Rechtschreibfähigkeit indirekt durch die differenten Sinneswahrnehmungen beeinflussen.

Als Dyskalkulie bezeichnet man Schwierigkeiten der Kinder im Umgang mit Zahlen, Zahlenräumen und Grundrechenoperationen. Die Verursachung liegt noch weitgehend im Ungewissen, weil sich die Forschung noch nicht sehr lange mit dieser Problematik beschäftigt. Man nimmt aber an, dass diese ähnliche Ursachen wie die Legasthenie hat.

Es ist sehr vermessen bei Kindern mit einer Primärlegasthenie von Schwäche, Störung, Behinderung oder Krankheit zu sprechen. Diese Gruppe von Menschen, man schätzt sie auf ca. 15% der Gesamtpopulation unserer Erde, benötigen lediglich, dass man ihnen einen speziellen Zugang zu den Kulturtechniken zeigt. D.h. sie brauchen pädagogisch-didaktische Ansätze, die ihnen helfen mit Symbolen, wie Buchstaben oder Zahlen besser umgehen zu können. Man kann eine Legasthenie mit spezieller Förderung sehr gut überwinden, tatsächlich bleibt sie aber ein Leben lang bestehen.

Ein Training sollte nicht ohne vorher erfolgtes Feststellungsverfahren begonnen werden. Wertvolle Hinweise auf die Probleme des jeweiligen Kindes können aus der Beobachtung gewonnen werden. Man kann aber auch das pädagogische AFS-Testverfahren benützen. Ausschließlich diplomierte Legasthenietrainer sind berechtigt dieses zu verwenden. Im Rahmen dieses Testverfahrens muss auch eine Fehleranalyse erstellt werden. Sollte für die Analyse kein ausreichendes Material vorhanden sein, so kann auch ein Lese-/Rechtschreibtest durchgeführt werden. Nach der erfolgten Feststellung kann der Trainer einen ersten Trainingsplan für ein individuelles Training erstellen.

Ein wesentlicher Faktor für das erfolgreiche Training ist die Verbesserung der Sinneswahrnehmungen, die man für den Schreib-, Lese- und Rechenlernprozess benötigt. In diesem Bereich muss an den zuvor festgestellten differenten Sinneswahrnehmungen ein gezieltes Training erfolgen.

Häufig werden die Begleitsymptome einer Legasthenie, wie die Unaufmerksamkeit oder die Unruhe, als Krankheitsbilder gedeutet. Tatsächlich ist die Unaufmerksamkeit legasthener Kinder beim Schreiben und Lesen ein Ausdruck dafür, dass sie mit der angebotenen Lernmethode nicht zurechtkommen oder als Ausdruck dafür, nicht das leisten zu können, was verlangt wird. Diese Begleitsymptome treten erst mit Schulbeginn oder später auf. Natürlich kann man aber nicht generell ausschließen, dass auch einige legasthene Kinder noch zusätzlich die echten Krankheitsbilder der Konzentrationsschwäche und der Hyperaktivität aufweisen. Beide zeigen sich aber zumeist schon vor Schulbeginn.

Mehr zum Thema Legasthenie / Dyskslkulie

> Warum ein Kind trotz aller Bemühungen nicht richtig schreiben und lesen lernt (Barbara Mies, Berlin)

> Flyer des Dachverbands Legasthenie Deutschland e.V. (DVLD)

> Flyer des Ersten Österreichischen Dachverbands Legasthenie (EÖDL) / der Austrian Dyslexia Association (ADA)

 

 

Weiterführende Informationen im Internet

> 30 Fragen zum Thema Legasthenie/LRS/Dyskalkulie http://www.30Fragen.com

> Kurzinformation zum Thema http://www.Legasthenie-LRS-Dyskalkulie.com

> Dachverband Legasthenie Deutschland http://www.DVLD.de

> Erster Österreichischer Dachverband Legasthenie http://www.legasthenie.at

> Gratis CD-ROM http://www.Legasthenie-und-Dyskalkulie.com

Mein Kind ist unkonzentriert, zappelig oder schnell gestresst. Was kann ich tun?

Eltern, die ein Training angehen möchten, dass ihrem Kind dabei hilft, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit in der Schule und bei den Hausaufgaben zu verbessern, können sich ebenfalls an mich wenden.

Auch für Kinder mit Störungen in der Bewegungsentwicklung biete ich ein spezielles Trainingsprogramm zur Verbesserung der Körperkoordination an, welches zu mehr Aufmerksamkeit in der Schule sowie einer verbesserten Handschrift führt.

Ebenso biete ich ein Methodenkompetenztraining an, das ihrem Kind hilft, seinen Schulalltag besser zu bewältigen.